Über IGS-press yourself

IGS-press yourself ist ein auf zwei Jahre angelegtes Kooperationsprojekt zwischen der Tanzcompagnie Gießen / Stadttheater Gießen und der Integrierten Gesamtschule Busecker Tal. Gefördert wird dieses Projekt von „TANZFONDS PARTNER – Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes“. IGS-press yourself ist bundesweit eines von insgesamt zwölf geförderten TANZFONDS PARTNER Projekten.

Während der Projektlaufzeit arbeiten unterschiedliche Künstler der Tanzcompagnie Gießen, externe Künstler und öffentliche Institutionen mit jeweils einer Klasse der Partnerschule zusammen.

Insgesamt wird es acht unterschiedliche Projekte zu jeweils einer aktuellen Theaterproduktion der Tanzcompagnie Gießen geben. Zu jeder Produktion wird von dem Projektleiter, dem Ballettdirektor Tarek Assam und dem Schulleiter Matthias Brodkorb gemeinsam entschieden, welche Pädagogen und welche Jahrgangsstufe für das Stück geeignet sind.

Die Projektarbeit kann sich über bis zu 3 Monaten erstrecken, an deren Ende eine projektbezogene Präsentation steht. Die Präsentationsform ist jeweils abhängig von dem Thema des Stückes und den Ideen der Jugendlichen – es können Performances, Ausstellungen oder Video- und Multimediaarbeiten sein.

Die Klasse wird intensiv von den Künstlern betreut, bekommt kreative Anregungen für eine eigenständige Auseinandersetzung sowohl mit dem Thema des jeweiligen Tanzstückes, als auch mit der körperlichen, tänzerischen und künstlerischen Umsetzung.

Der Klassenverband, ebenso wie jeder Einzelne, soll dadurch kreative Prozesse theoretisch und praktisch erfahren, neue und unbekannte Ausdrucksmöglichkeiten kennenlernen und andere, ihnen unbekannte Seiten ihrer Selbst entdecken.

Unser Anliegen ist, durch die Fragen „Was ist Kreativität? Wie entsteht sie? Wie entsteht ein Kunstwerk? Wie finde ich bestimmte Bewegungen?“ mithilfe der professionellen Künstler im Laufe des Projektes die Schüler/innen eine eigene Antwort finden zu lassen; es steht also ein spontaner kreativer Prozess und ein aktiver Umgang mit Bewegung im Vordergrund, der das Selbstwertgefühl des Einzelnen durch kreative Prozesse in direktem Erleben verstärkt.

Den jungen Menschen sollen Einblicke in Arbeitsweisen und den Arbeitsalltag von Tänzern, Choreografen, Künstlern und Institutionen ermöglicht werden. Das Beobachten und Hinterfragen choreografischer Entwicklungsprozesse und der unterschiedlichen künstlerischen Herangehensweise bei der Entstehung eines neuen Stückes, sollen Teil des Projekts sein. Um Fragen wie „Was macht eigentlich ein Choreograf genau? Wie entsteht eine Choreografie? Oder was bedeutet z.B. zeitgenössischer Tanz?“ beantworten zu können, gibt es im Vorfeld Proben- und Vorstellungsbesuche im Theater. Den Schüler/innen werden thematische Schwerpunkte des jeweiligen Stückes von den beteiligten Künstlern vorgestellt. In diesen Gesprächen kommt es zum Austausch mit Tänzer/innen, Choreograf/innen, Bühnen- bzw. Kostümbildner/innen und Videokünstler/innen. Die Präsentationen werden an wechselnden Orten im gesamten Stadtgebiet aufgeführt. Die Vernetzung von Stadt/Land und der Gesellschaft ist dabei das Ziel. Der Schritt aus der Schule heraus ist bewusst gesetzt, um den Schüler/innen eine professionelle Plattform zu bieten und das öffentliche Bewusstsein für die gesellschaftlichen Funktionen von Tanz und Theater zu sensibilisieren.